Hallo Lukas,
deine Frage ist berechtigt. Bei der Dimensionierung deiner Teile und der Zuweisung von Toleranzen ist der erste Aspekt, den du beachten solltest, die Sicherstellung der Funktionalität deiner Teile. Zu diesem Zweck ist die GD&T-Methode die bisher bekannteste, um funktionalitätsgetriebene Toleranzen wie Ebenheit, Koaxialität, Parallelität, Lage usw. anzuwenden.
Detaillierte Informationen findest du auf der Xometry.pro-Plattform, in vielen Artikeln, beispielsweise:
Standard Tolerances in Manufacturing: ISO 2768, ISO 286, and GD&T
eBook: Mastering Tolerances for Machined Parts
Dein Werkstattleiter hat jedoch recht: Übertolerierung ist nicht gut angesehen und wird deine Kosten erheblich erhöhen, ohne Funktionalität oder Qualität hinzuzufügen. Es wird empfohlen, die standardmäßigen allgemeinen Toleranzen zu verwenden, die durch die Norm ISO 2768 beschrieben werden. Diese Norm definiert Toleranzen für lineare Abmessungen, Radien und Fasen, Winkelabmessungen, aber auch Form- und Lagenoleranzen: Geradheit, Ebenheit, Rechtwinkligkeit, Symmetrie, Lauf. Und für all diese, mit Bereichen abhängig von den Abmessungen. Für das, was nicht durch diese allgemeinen Toleranzen abgedeckt ist, kannst du dann Passungstoleranzen (ISO 286) oder GD&T-Toleranzen anwenden.
Ich hoffe, dass ich hilfreich war.
Einen tollen Tag noch!
Pierre-Yves