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ISO 2768 - Rechner für allgemeine Toleranzen

Berechnen Sie sofort Toleranzbänder, überprüfen Sie gemessene Teile und bewerten Sie die Kostenauswirkungen von DfM

Art des Maßes

Längen, Durchmesser, Schritte - das häufigste Maß in einer Zeichnung

Toleranzklasse
Mittel - Empfohlener Standardwert

Standard-CNC-Fräsen/-Drehen. Das beste Gleichgewicht aus Präzision und Fertigungskosten. Der korrekte Standardwert für die überwiegende Zahl der bearbeiteten Merkmale.

Wert (mm)

Geben Sie das Nennmaß aus der Zeichnung in mm ein.

Messwertprüfung aktivieren

Vergleichen Sie das aktuell gemessene Maß mit den berechneten Grenzmaßen.

Geometric Tolerance Class

Controls straightness, flatness, and circular run-out on features with no explicit form tolerance. Independent from the f/m/c/v class above - a full title-block callout combines both, e.g. ISO 2768-mK.

Herunterladbare Allgemeine Toleranztabellen
ISO 2768 Kurzreferenztabelle für Allgemeine Toleranzen
ISO 2768 Kurzreferenzkarte für QS-Prüfungen
ISO 2768 vs. ISO 286 - Wann welche Norm gilt
Bilaterale Toleranz nach ISO 2768

±0,30 mm

mm - Nennwert 50 mm, Klasse m

Obergrenze (Max.)

50.300

Untergrenze (Min.)

49.700

Toleranzzonenvorschau

50 ±0,3 mm ±0,3 ±0,3 50 mm Nennwert - symmetrische Abweichung 50 ±0,3 mm ±0,3 ±0,3 50 mm Nennwert - symmetrische Abweichung
ISO 2768-1 Referenzmatrix Aktiver Bereich Hervorgehoben
Nennbereich (mm) f - Fein m - Mittel c - Grob v - Sehr Grob
0.5 – 3 ±0.05 ±0.1 ±0.2
>3 – 6 ±0.05 ±0.1 ±0.3 ±0.5
>6 – 30 ±0.1 ±0.2 ±0.5 ±1
>30 – 120 ±0.15 ±0.3 ±0.8 ±1.5
>120 – 400 ±0.2 ±0.5 ±1.2 ±2.5
>400 – 1000 ±0.3 ±0.8 ±2 ±4
>1000 – 2000 ±0.5 ±1.2 ±3 ±6
>2000 – 4000 ±2 ±4 ±8
ISO 2768-2 Geometric Tolerance Aktiver Bereich Hervorgehoben
Straightness / Flatness ±0.20 mm Longer lateral length or diameter of the surface, Table 1.
Circular run-out ±0.20 mm Fixed per class, Table 4. Not range-dependent.

Was ist die ISO-Norm 2768 und wann brauchen Sie sie?

Die ISO-Norm 2768 definiert Allgemeine Toleranzen für Längenmaße, Außenradien, Fasenhöhen und Winkelmaße auf technischen Zeichnungen – insbesondere für jene Merkmale, für die explizit keine individuellen Toleranzen genannt werden. Sie vereinfacht Zeichnungen insofern, als durch eine einzelne Angabe im Titelfeld (z.B. ISO 2768-m) alle unkritischen Abmessungen abgedeckt werden, und somit die Notwendigkeit entfällt, alle Merkmale einzeln zu kennzeichnen.

Teil 1: Maße

Teil 1: Maße

Maße steuern Längen, Durchmesser, Radien und Winkel. Vier Klassen: f, m, c, v. Es ist kein Bezugspunkt (Datum) erforderlich.

Teil 2: Geometrie

Teil 2: Geometrie

Die Geometrie steuert Formtoleranzen: Ebenheit, Geradheit, Rundheit, Rundlauf. Drei Klassen: H, K, L. Getrennt von Teil 1.

Wann wird es übergangen?

Wann wird es übergangen?

Kritische Verbindungen (Lagersitze, Presspassungen, Dichtflächen) müssen explizite Toleranzen aufweisen, die direkt in der Zeichnung aufgerufen werden.

Welche Klasse passt zu welchem Fertigungsverfahren?

Die Klassen f/m/c/v sind nicht verfahrensübergreifend austauschbar. Eine Klasse ist nur sinnvoll im Verhältnis zu dem, was das jeweilige Fertigungsverfahren tatsächlich einhalten kann. Nutzen Sie dies als Ausgangspunkt und gleichen Sie es anschließend mit den Prozessfähigkeitsdaten Ihres Fertigungspartners ab.

f

Präzisions-CNC-Fräsen/-Drehen, Schleifen.

m

Standard-CNC-Fräsen/-Drehen. Auch der realistische Standardwert für lasergeschnittenes und abgekantetes Blech.

c

Plasmaschneiden/Brennschneiden, Grundfertigung, unkritische Halterungen.

v

Sandguss, Schmieden, Spritzguss, Druckguss.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen ISO 2768-1 und ISO 2768-2?

caret

ISO-Norm 2768-1 deckt  Allgemeine  Toleranzen für Längenund Winkelmaße ab, die Teil von Merkmalen sind, an denen keine expliziten Toleranzen genannt werden: Längen, Radien, Fasenhöhen und Winkel. Sie definiert dabei vier Genauigkeitsklassen (f, m, c, v) und erfordert keinen Bezugspunkt (Datum) als Referenz.

ISO 2768-2 ist eine separate Norm, die die geometrische Formtoleranz steuert (Geradheit Ebenheit, Rundheit, Zylindrizität und Rundlauf) und sie in drei Klassen (H, K, L) einteilt. Auf beide wird in der Regel im Titelfeld der Zeichnung Bezug genommen, z.B. ISO 2768-mK, um eine vollständige Abdeckung sowohl der Abmessungen als auch der Form zu gewährleisten. Diese zwei Teile der Norm steuern vollständig unterschiedliche Fehlertypen und werden unabhängig voneinander spezifiziert.

Norm Steuert Klassen Bezugspunkt Erforderlich
ISO 2768-1 Lineare Maße, Radien, Fasen, Winkel f, m, c, v Nein
ISO 2768-2 Ebenheit, Geradheit, Rundheit, Rundlauf H, K, L Ja (für Lage)

Welche Toleranzklasse sollte ich für ein normales CNCbearbeitetes Merkmal angeben?

caret

Klasse m (Mittel) ist der korrekte Standardwert für die meisten CNC-gefrästen und -gedrehten Merkmale. Sie reflektiert den natürlichen Genauigkeitsumfang moderner 3-achsiger Werkzeugmaschinen unter normalen Produktionsbedingunge, ohne dass eine besondere Haltevorrichtung, Temperaturkontrolle oder Prüfroutine erforderlich ist.

Klasse Name Geeignetes Verfahren Kosten im Vergl. m. Klasse m Standard für
f Fein Präzisions-CNC +30–60% Nur für kritische Passflächen
m Mittel Standard-CNC-Fräsen/ -Drehen Basislinie Allgemein hergestellte Merkmale
c Grob Blechfertigung, Basisfertigung -20–40% Unkritische Bohrungen, Flansche, Biegungen
v Sehr Grob Sandguss, Schmieden, Brennschneiden -40–60% Gegossene und geschmiedete Strukturprofile

Die Angabe der Klasse f für unkritische Merkmale verlängert die Zykluszeit, den Aufwand für die erforderliche Werkzeugqualifizierung und die Kosten für Prüfung und Inspektion, ohne dass es einen funktionalen Nutzen hätte. Bei kostensensitiven Teilen sollten Sie die Tolerierung mit den Querverweisen aus dem DfM-E-Bbook von Xometry Pro abgleichen, bevor Sie die Zeichnung fertigstellen.

Warum werden Winkeltoleranzen enger, wenn der Schenkel kürzer wird?

caret

Dies ergibt sich aus der grundlegenden Trigonometrie. Der lineare Positionsfehler am Ende eines Winkelschenkels entspricht der Länge des Schenkels multipliziert mit dem Sinus der Winkelabweichung. Ein kurzer Schenkel verstärkt also den Winkelfehler in Form einer großen linearen Auswirkung auf die gemessene Oberfläche. Im Gegensatz dazu verringert bzw. „verdünnt“ ein langer Schenkel geometrisch den gleichen Winkelfehler.

ISO 2768-1 kompensiert dies durch die Zuweisung engerer Winkelgradtoleranzen bei kürzeren Schenkeln, was die maximale lineare Auswirkung jeder Winkelvarianz innerhalb eines konsistenten praktischen Bandes hält.

Kürzester Schenkel (mm) Klasse m – Winkeltoleranz Äquivalenter linearer Fehler am Schenkelende (Klasse m)
Bis zu 10 ±1° ±0,17 mm bei 10 mm
>10 bis 50 ±0°30′ ±0,44 mm bei 50 mm
>50 bis 120 ±0°20′ ± 0,70 mm bei 120 mm
>120 bis 400 ±0°10′ ±1,16 mm bei 400 mm
>400 ±0°5′ Gleiche Reihenfolge in großen Maßstäben

Dieser Ansatz erzeugt, unabhängig von der Schenkellänge, annähernd konsistente lineare Auswirkungen, was der praktische Gedanke bei dieser Norm ist.

Was sollte ich machen, wenn die Toleranzen nach ISO 2768 zu locker für ein kritisches Merkmal sind?

caret

Legen Sie stattdessen eine explizite Toleranz direkt in der Darstellung des Merkmals in der technischen Zeichnung fest. Die ISO-Norm 2768 stellt eine umfassende Basislinie dar: Sie wird von jedem Callout und jeder Kennzeichnung auf der Ebene eines Merkmals vollständig außer Kraft gesetzt. Je nach Anforderung kommen drei Hauptwerkzeuge zum Einsatz.

Anforderung Tolerierungsansatz Beispielnotation
Präzisionsbohrung / Wellenpassung (Spiel, Übergang, Übermaß) ISO 286 Grenzmaße und Passungen H7/g6, K7, p6
Maßkoordinatentoleranz Ausdrücklich Bilateral ±0,010 mm
Lage- oder Formgenauigkeit GD&T mit Bezugspunkt (Datum) ⌀0,02 (M) A B
Oberflächenschnittstelle (Dichtungsnut, Lagersitz) ISO 286 + Oberflächenveredelung N7, Ra 0,8

Wie verhält sich die ISO 2768 in Relation zu GD&T (Geometrische Bemaßung und Tolerierung)?

caret

ISO 2768-1 steuert die Größe und die Winkelabmessungen. GD&T (gemäß ISO 1101 oder ASME Y14.5) steuert hingegen die Form, Ausrichtung, Lage und den Rundlauf, also das geometrische Verhältnis zwischen den Merkmalen. Sie sind komplementär, aber nicht konkurrierend.

Die ISO-Norm 2768-2 bietet wiederum einen vereinfachten Ersatz für die Formtoleranzen aus der GD&T, wenn etwa ein vollständiger Bezugsrahmen nach ISO 1101 nicht erforderlich ist. Die meisten industriellen Teile nutzen eine Kombination: ISO-2768-m(K) im Titelfeld als allgemeine Basislinie, während GD&T-Callouts nur an Merkmalen verwendet werden, bei denen die geometrische Genauigkeit für die Funktion von kritischer Relevanz ist.

Die Hauptregel: Jeder explizite ISO 1101 / GD&T-Callout überschreibt an einem Merkmal die ISO 2768-2 als Allgemeine Toleranz für dieses Merkmal, genauso, wie eine explizite Größentoleranz eine Angabe nach ISO 2768-1 überschreibt.

Kann ich die ISO 2768 - Toleranzen für die Prüfung von Teilen in der Fertigung verwenden?

caret

Ja. Der QS-Prüfmodus dieses Rechners übernimmt das automatisch. Geben Sie das Nennmaß ein, wählen Sie die Zeichnungsklasse, schalten Sie den QS-Prüfmodus ein, und geben Sie dann den gemessenen Wert ein. Das Werkzeug gibt dann ein BESTANDEN oder NICHT BESTANDEN als Ergebnis im Hinblick auf die Abweichung vom nächstgelegenen Grenzwert aus.

Manuelles Berechnungsverfahren für die Prüfung ohne den
Rechner:

  1. Identifizieren Sie das Nennmaß und die Klasse gemäß ISO 2768 aus dem Titelfeld der Zeichnung
  2. Bestimmen Sie die Art des Maßes (Linear, Radius, Winkel)
  3. Lesen Sie die ± Toleranz aus der Normtabelle für den korrekten Nennbereich ab
  4. Obergrenze = Nennwert + Toleranz, Untergrenze = Nennwert – Toleranz
  5. Ein Teil besteht, wenn der gemessene Wert zwischen die beiden Grenzwerte fällt.

Worin liegt der Unterschied zwischen ISO 2768 und ISO 286?

caret

Beide stellen Maßtoleranznormen dar, werden aber auf verschiedenen Ebenen der gleichen Zeichnung eingesetzt, und steuern dabei unterschiedliche Dinge.

Eigenschaft ISO 2768-1 ISO 286-1
Angewendet über Callout im Schriftfeld/Titelfeld Anmerkungen am Merkmal (z.B. 25H7]
Steuert Alle nicht spezifizierten Abmessungen Spezifische Bohrung / Präzision der Wellenpassung
Toleranzart Bilateral ± Band Unilateral Obere + Untere Abweichung
Bezugspunkt erforderlich Nein Nein (Größe); Ja (falls Lage im GD&T hinzugefügt)
Überschreibt die anderen Niemals – stellt die Basislinie dar Ja, überschreibt ISO 2768 an diesem Merkmal
Typische Anwendungsgebiete Allgemeine gefräste Merkmale Lagersitze, Presspassungen, gleitendes Spiel

Nutzen Sie die ISO-Norm 2768 als Basislinie Ihrer Zeichnung. Wenden Sie die ISO 286-Notierung bei jenen Merkmalen an, bei denen eine präzise Passung direkt die Leistung in der Montage beeinflusst.

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