Hallo, wir sind Elara Aerospace – ein studentisch geführtes Team aus München, gegründet von ehemaligen Mitgliedern des TUM-Boring-Projekts. Dies sorgte 2023 international für Aufmerksamkeit, als es den von Elon Musk initiierten „Not-a-Boring Competition“ in Texas gewann.
Unser Ziel ist es, zu zeigen, dass Ingenieure aus Europa Raumfahrttechnologie ebenso schnell und mutig voranbringen können wie ihre Pendants in den USA. Was einst tief unter der Erde begann – mit der Entwicklung einer Hochgeschwindigkeits-Tunnelbohrmaschine – hat sich zu einem Projekt entwickelt, das bis an den Rand des Weltraums reicht.
Von der Erde bis an die Grenze des Weltraums
Nach unserem Erfolg in Texas suchten wir nach einer neuen Herausforderung – einer, die uns über die Erdoberfläche hinaus in den Himmel führen würde. Unsere Mission ist der Bau einer suborbitalen Rakete mit Methalox-Antrieb, die 100 Kilometer erreicht – die Kármán-Linie, die international anerkannte Grenze zwischen Atmosphäre und Weltraum. Studentische Teams in den USA haben diese Marke bereits erreicht. Wir wollen beweisen, dass Europa das ebenfalls kann – und sogar noch weitergeht.
Doch unsere Vision geht über Rekorde hinaus. Elara Aerospace schafft eine Plattform, die es Studierenden weltweit ermöglicht, eigene Experimente auf suborbitalen Flügen durchzuführen. Damit erhalten sie direkten Zugang zu realer Raumfahrt-Hardware und die Möglichkeit, theoretisches Wissen in praktische Erfahrung umzusetzen.
Ein Blick in unser Antriebssystem
Im Zentrum des Projekts steht eine elektrisch angetriebene Turbopumpe – eines der komplexesten Systeme der modernen Raketentechnik. Es gibt kaum Komponenten „von der Stange“, die die erforderliche Leistungsdichte erfüllen können. Deshalb entwickeln und fertigen wir nahezu alle Bauteile selbst.
Allein die Brennkammer ist ein Beispiel für hochpräzise Fertigung: über 600 Millimeter lang und aus einem einzigen massiven Rohteil gefertigt.
Parallel dazu arbeitet unser Team an der Raketenstruktur, an Prüfständen sowie an der Software, die alle Subsysteme miteinander verbindet.
Ein entscheidender Baustein ist dabei die Injector Test Unit. Sie ermöglicht es, unterschiedliche Injektorgeometrien zu testen, Durchflussraten und Druckverluste zu messen sowie Sprühbilder zu analysieren – essenzielle Schritte auf dem Weg zu einer effizienten und stabilen Verbrennung.
Vom Design zur Präzisionsfertigung
Um diese Komponenten realisieren zu können, waren hochpräzise Fertigungsverfahren mit kurzen Durchlaufzeiten erforderlich. Über Xometry haben wir eine Messing-Testkammer für unsere Injektorversuche fertigen lassen – exakt nach den Spezifikationen, die für unsere frühen Entwicklungsphasen erforderlich sind.
Messing ist entscheidend für den sicheren Umgang mit kryogenen Flüssigkeiten und damit eine zentrale Voraussetzung für unsere zukünftige Triebwerksentwicklung. Diese Lösung ermöglicht es uns, Entwicklungsiterationen schnell umzusetzen – insbesondere in Phasen, in denen jede Woche zählt.
Die nächsten Schritte
Der nächste große Meilenstein für Elara Aerospace ist der Test des Torch Igniters – eines Schlüsselsystems, das die sichere Zündung des Triebwerks beim Start sicherstellt.
Darüber hinaus verfolgt das Team ein noch ambitionierteres Ziel: den Start einer Rakete, die 150 Kilometer erreicht und anschließend kontrolliert zur Erde zurückkehrt.
Vierzig Köpfe, eine Mission
Heute vereint Elara Aerospace mehr als 40 Mitglieder aus über zehn Nationen auf zwei Kontinenten. Unsere Kompetenzen reichen von Ingenieurwesen und Robotik über Wirtschaft bis hin zu Softwareentwicklung – verbunden durch den gemeinsamen Antrieb, neue Grenzen zu erkunden.
Wir können unser theoretisches Wissen in einem Feld mit enormem Zukunftspotenzial anwenden. Als Studierende tragen wir in allen Bereichen des Projekts substanziell bei – vom Schweißen und Konstruieren bis hin zu Präsentationen auf Veranstaltungen wie der Autodesk University.
Studium und Raketenentwicklung unter einen Hut zu bringen, ist nicht einfach. Tagsüber stehen Vorlesungen an, abends und am Wochenende wird gebaut, getestet und mit Partnern zusammengearbeitet.
„Einfach anfangen“
Wenn es um Ratschläge geht, kehren wir immer zu einem einfachen Prinzip zurück: einfach anfangen. Es wird immer Menschen geben, die deine Leidenschaft teilen, aber nie den ersten Schritt wagen. Sei derjenige, der ihn geht – und schaffe Raum für echte Innovation.
Was als Tunnelbauprojekt tief unter der Erdoberfläche begann, könnte schon bald Europas Weg zu den Sternen markieren. Denn der Weg ins All beginnt mit Vision, Ausdauer und Präzision.
Mehr erfahren und das Projekt unterstützen: gotospace.elara-aerospace.com
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