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CAD-Modelle per Texteingabe: Die Text-to-CAD-KI von CADScribe

CADScribe verbindet LLMs mit CAD-Systemen, um die Bauteilgenerierung auf Basis von Texteingaben zu ermöglichen.

In unserem Gespräch mit Dikens Celaj, dem CEO von CADScribe, sprachen wir über den aktuellen Stand der Text-to-CAD-Software und deren zukünftige Entwicklung

Jeden Monat Hunderte von Testern

Haben Sie bereits zahlende Kunden?

Ja, aber es sind noch sehr wenige. Die kostenlose Version nutzt ein einfacheres LLM, um die Kosten gering zu halten. Die kostenpflichtige Version für 4,99 Euro pro Monat bietet ein größeres und intelligenteres Modell. Dort lassen sich auch komplexere Denkmodelle aktivieren. Die Antworten sind präziser und die Ergebnisse sind in der Regel besser. Außerdem kann man praktisch unbegrenzt viele Nachrichten senden.

Wie viele Nutzer haben Sie insgesamt?

Grob geschätzt haben wir etwas mehr als tausend Neuanmeldungen pro Monat von Leuten, die uns testen wollen. Hauptsächlich sind es Studierende, die das Tool ausprobieren. Ich habe viele Anmeldungen von technischen Universitäten erhalten. Aber auch einige Unternehmen sind dabei.

Der Traffic ist gut, obwohl wir keine Werbung schalten. Es handelt sich rein um organische Zugriffe. Da wir noch ganz am Anfang stehen, ist es allerdings schwierig, Kunden und Nutzer langfristig zu binden.

Wofür wird CADScribe konkret genutzt?

Hauptsächlich für kleine Alltagsgegenstände wie Stiftehalter, Seifenschalen oder Sockel. Es sind vor allem Haushaltsartikel. Manche probieren sich aber auch an technischen Bauteilen und fordern Sechskantschrauben oder L-förmige Flansche an.

Bei komplexeren Geometrien funktioniert es noch nicht reibungslos. Ich habe kürzlich eine Bibliothek zur Erstellung von Zahnrädern integriert. Wenn man nach einem Zahnrad mit 20 Zähnen fragt, klappt das meistens ganz gut.

Jeden Monat Hunderte von Testern

Haben Sie bereits zahlende Kunden?

Ja, aber es sind noch sehr wenige. Die kostenlose Version nutzt ein einfacheres LLM, um die Kosten gering zu halten. Die kostenpflichtige Version für 4,99 Euro pro Monat bietet ein größeres und intelligenteres Modell. Dort lassen sich auch komplexere Denkmodelle aktivieren. Die Antworten sind präziser und die Ergebnisse sind in der Regel besser. Außerdem kann man praktisch unbegrenzt viele Nachrichten senden.

Wie viele Nutzer haben Sie insgesamt?

Grob geschätzt haben wir etwas mehr als tausend Neuanmeldungen pro Monat von Leuten, die uns testen wollen. Hauptsächlich sind es Studierende, die das Tool ausprobieren. Ich habe viele Anmeldungen von technischen Universitäten erhalten. Aber auch einige Unternehmen sind dabei.

Der Traffic ist gut, obwohl wir keine Werbung schalten. Es handelt sich rein um organische Zugriffe. Da wir noch ganz am Anfang stehen, ist es allerdings schwierig, Kunden und Nutzer langfristig zu binden.

Wofür wird CADScribe konkret genutzt?

Hauptsächlich für kleine Alltagsgegenstände wie Stiftehalter, Seifenschalen oder Sockel. Es sind vor allem Haushaltsartikel. Manche probieren sich aber auch an technischen Bauteilen und fordern Sechskantschrauben oder L-förmige Flansche an.

Bei komplexeren Geometrien funktioniert es noch nicht reibungslos. Ich habe kürzlich eine Bibliothek zur Erstellung von Zahnrädern integriert. Wenn man nach einem Zahnrad mit 20 Zähnen fragt, klappt das meistens ganz gut.

Welches Feedback erhalten Sie?

Positiv hervorgehoben werden die einfache Benutzeroberfläche und die Möglichkeit, das Bauteil iterativ anzupassen. Viele andere Text-to-CAD-Tools erlauben keine nachträglichen Änderungen am Design. Man hat dort nur einen einzigen Versuch. Da der erste Entwurf jedoch selten perfekt ist, schätzen die Nutzer unsere Chat-Funktion, mit der sie das Design schrittweise optimieren können. Ein weiterer Vorteil ist unsere Geschwindigkeit. Wir generieren die Modelle meist in fünf bis zehn Sekunden, während andere Tools deutlich länger brauchen.

Auf der negativen Seite steht die Qualität der Ausgaben, die noch nicht optimal ist. Hier müssen wir besser werden, um echten Mehrwert zu bieten. Die Nutzer sind mit den fertigen Modellen oft nicht zufrieden, was völlig verständlich ist. Das betrifft derzeit jedoch alle Text-to-CAD-Modelle. Man kann dem LLM zwar so viel Kontext wie möglich geben, aber es ist extrem schwierig, perfekte Ergebnisse zu erzielen. Durch die schnellen Fortschritte bei LLMs von OpenAI, Anthropic und anderen werden sich aber auch die Fähigkeiten zur CAD-Generierung weiter verbessern.

Iteration ist ein Muss

Was unterscheidet Sie von anderen Text-to-CAD-Lösungen?

Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal ist der iterative Ansatz von CADScribe. Man kann das Modell anpassen und sich im Dialog mit dem Chatbot an das gewünschte Ergebnis herantasten. Ich bin überzeugt, dass alle anderen Text-to-CAD-Tools dies irgendwann übernehmen werden, weil es einfach viel praktischer ist. Hinzu kommt die schnelle Generierung der CAD-Daten.

In welche Richtung drängt der Markt?

Der Markt treibt einen leider dorthin, wo das Geld ist. Wir schätzen die Hobby-Community sehr, aber dort sitzt das Geld nicht so locker. Studierende haben ohnehin kaum Budget zur Verfügung.

Wenn man ein rentables Unternehmen aufbauen möchte, besonders in diesem Bereich, muss man sich an andere Firmen wenden und an Ingenieure verkaufen. Das bedeutet, dass man sich in die gängigen CAD-Programme wie AutoCAD, Dassault Systèmes oder Onshape integrieren muss. Alle diese Systeme werden irgendwann solche Integrationen anbieten, sei es durch eigene Entwicklungen oder von Drittanbieter. Wenn niemand die eigene Integration akzeptiert, bleibt nur die Möglichkeit, einen eigenen CAD-Editor zu entwickeln.

Warum einen neuen CAD-Editor entwickeln, statt sich in bestehende Systeme zu integrieren?

Das ist eine geschäftliche Entscheidung. Zunächst einmal möchte man eine Lösung, die wirklich nach dem „AI-first“-Prinzip funktioniert. Ich nutze Code-Editoren wie VS Code. Es gibt Unternehmen, die Integrationen für VS Code entwickeln, und es gibt solche, die mit einem völlig neuen Denkansatz von Grund auf neu bauen, zum Beispiel Cursor.

Wenn man ein System von Grund auf neu aufbaut und die KI in den Mittelpunkt stellt, erschafft man etwas völlig anderes als die aktuellen CAD-Editoren. Das könnte am Ende deutlich nützlicher sein. Wenn man stattdessen auf Integrationen setzt, was einfacher ist, wird man durch das jeweilige CAD-System eingeschränkt – sowohl technisch als auch wirtschaftlich. Sollte der Anbieter die Integration beenden, steht man vor dem Aus.

Ein KI-gestütztes CAD-System ist das Ziel

Was ist Ihre Vision für CADScribe in einem Jahr?

Der erste Schritt ist die Entwicklung einer API. Wir sind bereits mit Interessenten im Gespräch, die das Tool programmatisch nutzen wollen. Innerhalb eines Jahres möchten wir neue Funktionen wie Schieberegler zur Maßanpassung hinzufügen. Zudem planen wir eine übersichtlichere Benutzeroberfläche sowie weitere benutzerfreundliche Features.

Und auf lange Sicht?

Es gibt zwei Wege. Entweder entwickeln wir unseren eigenen, rein KI-basierten CAD-Editor. Das ist spannender, schwieriger und lohnender. Oder wir integrieren uns in die Programme von Partnern, sodass CADScribe in Programmen wie AutoCAD genutzt werden kann. Eine eigene CAD-Software ist zwar aufregender, aber weitaus anspruchsvoller.

Wo liegen die Grenzen von Text-to-CAD?

Es ist ein sehr ähnliches Problem wie beim Programmieren. Wenn Sie ein LLM heute bitten, ein Bauteil zu erstellen oder ein Skript zu schreiben, und es nicht den gesamten Kontext hat, den Sie haben, wird es etwa 70 Prozent der Arbeit korrekt erledigen. Danach müssen Sie die Bereiche nachbessern, die Sie nicht präzise definiert haben oder die das LLM falsch verstanden hat. Vor einem Jahr lag diese Genauigkeit noch bei 30 Prozent. Die Fehlerquote sinkt derzeit exponentiell.

Die aktuelle Einschränkung ist der Kontext. Das Modell weiß einfach nicht, was Sie denken. Möchten Sie ein Bauteil konstruieren, das mit einem anderen Bauteil verbunden wird? Das ist sehr schwierig, weil das LLM den Kontext des ersten Teils benötigt. Bei Baugruppen nimmt die Komplexität sehr schnell zu.

Außerdem ist die CAD-Generierung eng in der physischen Welt verankert. Man muss Dinge erschaffen, die in der Realität funktionieren. Beim Programmieren ist der Code selbst die Realität, die das LLM erzeugt. Wenn man jedoch ein CAD-Modell erstellt, muss das Teil später gedruckt werden und in einer Baugruppe funktionieren. Das ist aktuell noch eine Hürde. Ich wette aber, dass dieses Problem in zwei Jahren gelöst sein wird.

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