Verbessern Sie Ihre Lesegeschwindigkeit mit dem Bookhoover, einem innovativen Lesehelfer aus dem 3D-Drucker

Daniel Nienkämper, ein talentierter deutscher Ingenieur mit einer Leidenschaft für schnelles Lesen das sogenannte Speed Reading, hat ein geniales Werkzeug entwickelt, das dabei hilft, den Fokus und das Lesetempo zu verbessern. Xometry half ihm bei der Produktion der Teile durch SLS 3D-Druck.
Bookhoover reading tool in use with a book

Es fing alles damit an, dass Daniel Nienkämper vor zwei Jahren an einem Speed Reading Kurs teilnahm. Die Teilnehmer erhielten einen essenziellen Tipp für die Verbesserung ihrer Lesegeschwindigkeit: Sie sollten die Augen mit einer visuellen Führungshilfe steuern, also zum Beispiel dem Finger oder einem Stift und bewusst das Tempo erhöhen. Doch als er versuchte diesen Tipp in die Praxis umzusetzen, stellte er schnell fest, dass sein Finger zu groß, und der Stift unhandlich & zu schwer waren, um ihn aktiv während des Lesens zu halten.

So entschied sich der Ingenieur sein eigenes Hilfsmittel für die unterstützende Führung der Augen zu entwickeln und ebenso für das gezielte machen von Notizen während des Lernens. Sein erster Prototyp überzeugt ihn gleich vom Erfolg eines solchen Gerätes. “Ich muss nicht länger etwas aktiv festhalten und konnte ganz einfach meine Augen durch die Zeilen des Textes führen, ohne dass mein Finger zu viel von ihnen verdeckte.”, erklärt er. 

“Das Thema der Ergonomie beim Lesen, dem Speed Reading und der Augenführung war somit von entscheidender Wichtigkeit.” Mit diesem Hilfsmittel, welches allein zum Zweck des Lesens gedacht ist, verbesserten sich sowohl seine Motivation regelmäßiger zu lesen als auch seine Lesetechnik.

Das richtige Gerät zu ersinnen, das konzentriertes Lesen möglich macht

Um seinen ersten Prototypen und weitere zu erschaffen, die folgen sollten, verbündete sich Nienkämper mit Mana Kakuan, einer kreativen Designerin, welche ihm sowohl bei den ersten Skizzen als auch beim CAD-Design half. Jedoch das richtige Design zu finden, war gar nicht so einfach.

Da es sehr unterschiedliche Fingergrößen und -formen gibt, war die Entwicklung des Fingerhalters von Anfang an eine große Herausforderung. Zusätzliche Mechanismen wie Klett, Magnetverschlüsse oder Klammern sollten vermieden werden, damit es nicht zu viele Gelenke und verschiedene Elemente werden. Darüber hinaus war ein einheitliches Design erforderlich, auch wenn die verschiedenen Stiftaufsätze nicht auf die gleiche Art und Weise in die Hauptstruktur eingepasst werden konnten. 

Am Ende konnten Nienkämper und Kakuan, auch dank additiver Fertigung 20 Basismodelle mit hunderten von Varianten ausdrucken, bevor sie das finale Design und sein 3D-Modell erstellten.

Drawing of the Bookhoover © Bookhoover
Zeichnung des Bookhoover © Bookhoover
3D model of the Bookhoover © Bookhoover
3D-Model des Bookhoover © Bookhoover

Das Gerät, das konzentriertes Lesen möglich macht

Das Gerät ist in der Tat ziemlich komplex, da es drei unterschiedliche Bookhoover-Modelle gibt:

  • Der Ink, mit einem integrierten Kugelschreiber
  • Der Graphite, mit einem integrierten dauerhaften Bleistift – mit einer ganz besonders robusten und lange haltenden Grafitmine, die in ihrer Langlebigkeit hunderten normaler Bleistift entspricht
  • Der Stylus, mit einem integrierten digitalen EMR-Eingabestift. Die patentierte EMR-Technologie (elektromagnetische Resonanz) erlaubt handschriftliches Schreiben auf kompatiblen Endgeräten, und muss nicht geladen werden, da er über die Interaktion mit dem Endgerät funktioniert

Bookhoover bietet aktuell zwei Größen an (größer und kleiner als 5.5cm), da menschliche Finger einfach zu unterschiedlich sind, um alle Optionen mit einer einzigen Variante abzudecken.

Der Bookhoover wird einfach auf den Zeigefinger gesteckt und dient mit der langen Kappe als visuelle Führung durch den Text. Durch die leichte Benutzbarkeit und das geringe Gewicht hilft das Gerät dem Leser dabei, weniger Sprünge mit den Augen zu machen, und vermindert dabei die Belastung für die Augen.

Wenn der Leser sich während des Lesens Notizen machen möchte, so muss er einfach nur die Kappe vom Stift nehmen und mit dem eingebauten Stift schreiben. Der Daumen kann dabei genauso eingesetzt werden, wie er auch einen normalen Stift hält.

3D-Druck für mehr Flexibilität

Als sich die Frage nach der Wahl des Fertigungsprozesses stellte, entschieden sich die beiden aufgrund der Flexibilität für den 3D-Druck. Das Design war nicht wirklich gut für Spritzgussverfahren geeignet, und hätte viele verschiedene Modelle und Versionen gebraucht, die nicht in den finanziellen Rahmen des Start-ups gepasst hätten. 

Zuerst nutzte Nienkämper seinen eigenen SLA-Drucker, um die Prototypen zu drucken und erreichte eine gute Oberflächenbeschaffenheit und -optik. Aber er stellte fest, dass andere Materialien und 3D-Drucktechnologien notwendig waren, um die Erfordernisse hinsichtlich Reproduzierbarkeit, mechanischer Belastbarkeit, Farbe, Haptik, Flexibilität und Haltbarkeit zu erfüllen.

Bookhoover prototypes printed with Nienkämper's own SLA 3D printer © Bookhoover
Bookhoover-Prototypen gedruckt mit Nienkämpers eigenem SLA-3D-Drucker © Bookhoover

“Wir hatten einige anfängliche Prototypen, die mit SLS 3D-Druck gedruckt worden waren, aber eigentlich nur dazu verwendet wurden, die Funktionalität zu prüfen.” erklärt Nienkämper. “Es war die Hilfe von Xometry, mit der wir feststellten, dass wir auch eine Glättung und Färbung der Oberfläche hinzufügen konnten, die uns nicht nur ein gut funktionierendes, sondern auch gutaussehendes Produkt ermöglichte.”

Der Prozess Selektives Lasersintern (SLS) wurde außerdem dazu genutzt, die erste Serie zu drucken. “Wir wurden von der Qualität, der Textur und der Genauigkeit der Abmessungen überrascht. Wir haben eine Weile gebraucht um dorthin zu kommen, aber dank der guten Kommunikation mit den Herstellern über Xometry, konnten wir zufriedenstellende Ergebnisse erreichen. “ beschreibt der Ingenieur.

Nylon PA12 erwies sich als die optimale Lösung im Hinblick auf das Material. Dieser 3D-Druck-Kunststoff ist hitzebeständig, elastisch und dehnbar, und verfügt über exzellente Belastbarkeits- und Bruchdehnungseigenschaften. Eigenschaften, die den grundlegenden Mangel bei der Festigkeit bestimmter Materialien ideal ausgleichen. Zum Beispiel unterschätzen die Beiden, wie warm ein Zeigefinger im Sommer oder in der Nähe einer Wärmequelle werden kann. Etwas, das manche Druckmaterialien zu weich für das Gerät machte. 

Nylon PA12 ist UV-beständig, chemikalienbeständig, wetterbeständig und, insbesondere, biokompatibel. “Immerhin haben wir ja hier ein Produkt, das mit der Haut in Kontakt kommt, also können wir diesen Punkt nicht ignorieren.” merkt Nienkämper an.

The Bookhoover used with the pencil option © Bookhoover
Der Bookhoover mit der Option Tinte © Bookhoover

Xometry, ein verlässlicher Partner für Start-ups

Zusätzlich zur guten Beratung bei der 3D-Technologie und den Materialien bewies Xometry außerdem exzellente Kommunikationsfähigkeiten. “Bisher wurde jede Anfragen direkt aufgenommen, und wir erhielten bereits nach kurzer Zeit entsprechendes Feedback. Zum Beispiel wurden uns die ersten Teile zu wirklich vernünftigen Preisen angeboten, und das trotz der extrem kleinen Stückzahl.” bezeugt Nienkämper. 

“Das ermöglichte und bedeutungsvolle Tests und die Ausarbeitung unserer weiteren Schritte. Das Xometry-Team hat sich so gut mit dem Thema vertraut gemacht, dass unsere Wünsche bezüglich des Produkts bald direkt beim Hersteller implementiert werden konnten.” fügt er hinzu.

Eine Crowdfundingkampagne, um die Innovation zu unterstützen

Im Moment arbeiten Nienkämper und Kakuan immer noch an ihrer Startnext Kampagne, um Mittel für die Entwicklung ihres Projekts zu beschaffen. Nach der ersten Woche ihrer Kampagne haben sie bereits 25 % des Zielbetrags erreicht, was sie näher an das Ziel bringt, endlich die erste größere Serie via SLS 3D-Druck für den Lesefreund zu produzieren. 

“Im Austausch für die finanzielle Unterstützung bieten wir den Bookhoover für einen geringeren Preis und andere attraktive Belohnungen wie einen Schnelllesekurs an.” erklärt uns Nienkämper. 

Das Bookhoover-Team arbeitet gerade an fortgeschritteneren Versionen des Bookhoover, insbesondere im Hinblick auf digitale Schnittstellen. Nienkämper bleibt dabei seiner Idee der Demokratisierung seines Lesehelfers treu, und konzentriert sich auf das Lesen in einem breiten Rahmen.

Bookhoover

• Besuchen Sie die Webseite von Bookhoover: https://bookhoover.com/ 
• Unterstützen Sie Bookhoover bei ihrer Crowdfundingkampagne: https://www.startnext.com/bookhoover
Im Gegenzug gibt es den Bookhoover und weitere attraktive Dankeschöns
• Kontaktieren Sie Daniel Nienkämper von Bookhoover: contact@bookhoover.de 

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